Prüm & Wein

Der Name Prüm

Der Übergang zu der Zweinamigkeit vollzieht sich zunächst in Städten seit Anfang des 12. Jahrhunderts, später auch auf dem Land. Die in Trier 1364 auftauchenden Namen “van Prüm” sind Bezeichnungen, die auf den Ort bzw. Fluß Prüm in der Eifel verweisen da ein "van" vorangestellt wird. So ist denkbar, daß der Name Prüm sich aus einer Herkunftsbezeichnung ableitet. Aus der Namensgleichheit mit dem Eifelort Prüm, der nach dem Fluß Prüm benannt ist, kann jedoch nicht ohne weiteres darauf geschlossen werden, daß der bislang unbekannte namensgebende Vorfahre aus Prüm bzw. dem dort befindlichen Kloster stammt.

 

Der Name "Prüm" wird dabei teilweise "Prim" geschrieben und bis heute im örtlichen Dialekt, der allgemein das "ü" als "ie" ausspricht, auch als "Priem" ausgesprochen. Hieran ist von Interesse, daß der durch Bernkastel laufende Tiefenbach ursprünglich den Namen "Prim" trug. Der Name taucht öfters in der näheren Umgebung auf, so im Eifelort Prüm, der wie erwähnt nach dem Fluß Prüm benannt ist, der kurz nach Prümderlay bei Echternach in die Sauer mündet, in Primsbach, Primstal etc.. Daß sich alle diese geographischen Bezeichnungen von einem Gewässer herleiten, deutet darauf hin, daß "Prim" eine Gewässerbezeichnung darstellt.

 

In diese Richtung deutet auch die Tatsache, daß das altdeutsche Wort "Brunn" Quelle bedeutet und sich später zu "Brunnen" entwickelt. Aus der Bezeichnung Brunn bzw. Born leiten sich Namen ab wie Brünner, Bronner, Lauterborn, Heilbronn, Paderborn.

 

In jedem Fall ist die Möglichkeit nicht auszuschließen, daß sich der Familienname aus der früheren Bezeichnung des heutigen Tiefenbachs und nicht aus dem Eifelort bzw. dem dort einst beheimateten Kloster herleitet.